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MKG - Facharztpraxis Dr. Dr. Pytlik

Frühling 2018 – Wenn die Zähne zu wenig Platz haben

Ist der Oberkiefer zu schmal, finden die Zähne häufig nicht ausreichend Platz. Mögliche Folgen sind Fehlstellungen, ein „falscher“ Zusammenbiss mit funktionellen und ästhetischen Beeinträchtigungen oder Kiefergelenksbeschwerden. Außerdem kann ein zu kleiner Oberkiefer zu einer eingeschränkten Nasenatmung führen, da oft auch die Nasenhöhlen zu schmal sind.

Behandlungsmöglichkeit: Gaumennahterweiterung

Eine Behandlungsmöglichkeit bei zu schmalem Oberkiefer ist die Gaumennahterweiterung. Die rechte und die linke Hälfte des Oberkiefers sind durch eine Wachstumsfuge (Gaumennaht) miteinander verbunden. Diese wird mit speziellen kieferorthopädischen Geräten über einen längeren Zeitraum hinweg Stück für Stück gedehnt und der Oberkiefer so verbreitert. Bei Kindern ist diese Gaumennaht noch nicht vollständig geschlossen – eine Erweiterungsapparatur (auch Hyrax) oder herausnehmbare Zahnspange kann direkt zur Korrektur eingesetzt werden.

Bei Erwachsenen und Jugendlichen mit abgeschlossenem Kieferwachstum ist die Gaumennaht verknöchert und deshalb ein operativer Eingriff erforderlich (chirurgische Gaumennahterweiterung): In Vollnarkose wird die Gaumennaht freigelegt und chirurgisch meist vollständig durchtrennt. Im Anschluss wird die kieferorthopädische Apparatur fest eingesetzt und vom Patienten selbst jeden Tag ein kleines Stück weitergedreht, um den Oberkiefer zu verbreitern. Der entstehende Spalt im Kiefer füllt sich nach und nach von selbst mit körpereigenem Knochenmaterial auf.

Zahnerhalt und verbesserte Atmung

Das Ziehen gesunder Zähne ist dank der Gaumennahterweiterung in aller Regel nicht erforderlich. Abhängig von der jeweiligen Fehlstellung ist zudem eine Verbesserung der Nasenatmung möglich, da nicht nur der Kiefer, sondern auch die knöchernen Nasenhöhlen verbreitert werden und damit der Luftfluss meist verbessert wird.

Haben Sie Fragen zur chirurgischen Trennung der Gaumennaht? Wir beraten Sie gern.

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