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MKG - Facharztpraxis Dr. Dr. Pytlik

Herbst 2021 – Krebsfrüherkennung: Bürste statt Skalpell

Mundschleimhauterkrankungen gibt es in vielen Ausprägungen. Oftmals sind sie harmlos, es können jedoch auch bösartige Tumoren auftreten, die unbedingt schnell behandelt werden müssen.

Zu den wichtigsten Aufgaben der Krebsvorsorge zählt es, Veränderungen zu erkennen und gut- und bösartige voneinander zu unterscheiden, um somit eine geeignete Behandlung auszuwählen. Hier spielt die sogenannte Bürstenbiopsie eine wichtige Rolle. Mit diesem Verfahren können Mundschleimhautveränderungen frühzeitig diagnostiziert werden.

Bisher wurden Schleimhautveränderungen, die nicht den Verdacht auf einen Tumor geweckt haben, lediglich weiter beobachtet. Damit hat man wichtige Zeit verstreichen lassen, die für eine erfolgreiche Therapie entscheidend gewesen wäre. Bei Verdacht auf eine bösartige Form wurde eine Gewebeprobe mittels eines Skalpells entnommen. Im Gegensatz zu dieser aufwendigen chirurgischen Gewebeentnahme ist die Bürstenbiopsie deutlich schmerzärmer und einfacher durchzuführen.

Wie läuft eine Bürstenbiopsie ab?

Eine Bürstenbiopsie erfolgt schnell und unkompliziert: Zunächst wird mit einer kleinen Bürste ein Abstrich der Mundschleimhaut (meist im Bereich der Wangen) genommen. Anschließend werden die gewonnenen Zellen ins Labor geschickt und dort untersucht. Die Ergebnisse liegen in der Regel bereits nach wenigen Tagen vor, sodass eine eventuell notwendige Behandlung zeitnah erfolgen kann.

Wieso ist die Vorsorge so wichtig?

Bösartige (fachsprachlich „maligne“) Tumoren können im gesamten Mundraum auftreten. Die Gefahr liegt besonders darin, dass sie häufig erst sehr spät entdeckt werden – etwa dann, wenn sie als Fremdkörper im Mund fühlbar werden oder weitreichende Probleme wie Blutungen, Schmerzen oder Schluckbeschwerden auslösen. In solchen Fällen ist der Tumor häufig bereits in einem weit entwickelten Stadium.

Mit regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen ist es möglich, Veränderungen der Mundschleimhaut deutlich früher festzustellen. Dadurch werden die Erfolgsaussichten der Behandlung enorm erhöht.

Möchten Sie weitere Informationen zur Bürstenbiopsie erhalten? Wir beraten Sie gerne!

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