Kontakt
MKG - Facharztpraxis Dr. Dr. Pytlik

Frühling 2019 – Lippen- und Zungenbändchen

Die sogenannten Lippenbändchen sind feine Hautlappen aus Mundschleimhaut und Bindegewebe, die die Ober- bzw. Unterlippe mit dem jeweiligen Kiefer verbinden. Sie befinden sich zwischen den vorderen Schneidezähnen. Ist ein Lippenbändchen zu niedrig angesetzt oder zu kurz, kann es starken Zug auf das Zahnfleisch ausüben und so Zahnfleischrückgang und eine Lücke zwischen den Schneidezähnen („Diastema“) begünstigen. Häufig führt dies zu einer undeutlichen Aussprache wie z.B. einem S-Sprachfehler (Lispeln).

Auch ein zu kurzes Zungenbändchen (Verbindung zwischen Zunge und Unterkiefer) geht mit negativen Folgen einher: Durch die eingeschränkte Beweglichkeit der Zunge werden Funktionsstörungen wie fehlerhaftes Kauen und Schlucken begünstigt, zudem treten vor allem bei Kindern vermehrt Sprachstörungen auf. Des Weiteren kann ein zu straffes Zungenbändchen bei Neugeborenen das Stillen erschweren.

Wie läuft eine Lippen- bzw. Zungenbändchenplastik ab?

Um den Problemen eines zu straffen Lippen- oder Zungenbändchens entgegenzuwirken, kommt oftmals ein kleiner chirurgischer Eingriff infrage. Hierbei werden die Bändchen vorsichtig durchtrennt und anschließend an neuer Stelle vernäht. In der Regel ist diese Operation minimalinvasiv – die Nahtpunkte sind später weitestgehend unsichtbar.

Wann ist der beste Zeitpunkt für die Behandlung?

Um eine gesunde Entwicklung zu ermöglichen, sollten zu straffe Lippen- und Zungenbändchen möglichst früh, im Idealfall bereits im Säuglings- oder Kleinkindalter behandelt werden. Doch auch bei Erwachsenen kann es empfehlenswert sein, die Bändchen zu durchtrennen, z.B. um den Sitz einer Prothese zu verbessern oder die Behandlung einer Zahnlücke zu vereinfachen.

Sie haben Fragen zu Lippen- oder Zungenbändchen? Sprechen Sie uns gerne an!

« Zurück