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MKG - Facharztpraxis Dr. Dr. Pytlik

Herbst 2017 – Die häufigsten Erkrankungen der Mundschleimhaut

Unser Mund bildet mit den Zähnen, der Mundschleimhaut und dem Speichel ein komplexes System, das verschiedene Aufgaben erfüllt. Im Mundinneren lebt dauerhaft eine Vielzahl von Bakterien, Pilzen und anderen Mikroorganismen, die nicht nur die Zersetzung der Nahrung unterstützen, sondern auch Krankheitserreger abwehren.

Wird das empfindliche Gleichgewicht der Mundflora gestört, zum Beispiel durch Infektionen, bestimmte Medikamente, Verbrennungen, Rauchen, Alkohol oder eine unzureichende Zahnpflege, sind Erkrankungen der Mundschleimhaut eine mögliche Folge. Umgekehrt können auch Krankheiten eine Veränderung der Schleimhaut verursachen. Dazu gehören Glutenunverträglichkeit (Zöliakie), bestimmte rheumatische Erkrankungen, Krebs oder eine chronische Magenschleimhautentzündung (Gastritis).

Wichtig: regelmäßige Vorsorge

Um Mundschleimhauterkrankungen möglichst frühzeitig diagnostizieren zu können, sind regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen wichtig. So können etwaige Veränderungen direkt erkannt und die notwendigen Behandlungsschritte eingeleitet werden.

Mundschleimhauterkrankungen im Überblick:

Herpes
Herpes ist eine der bekanntesten Erkrankungen im Mundbereich und sehr verbreitet. Da die Herpesviren ein Leben lang im Körper verbleiben, können die Bläschen immer wieder auftreten. In der Forschung wird ein Zusammenhang mit einem geschwächten Immunsystem und Stress vermutet, da Herpes in diesen Phasen meist gehäuft ausbricht. Oftmals zeigt sich Herpes das erste Mal als schmerzhafte Entzündung im Mundinnenraum, bevor es an der Lippe zu sehen ist.

Aphthen
Aphthen sind kleine, weißliche, entzündliche Stellen auf der Mundschleimhaut. Sie sind in der Regel ungefährlich und klingen nach einiger Zeit von selbst wieder ab. Allerdings können sie sehr schmerzhaft sein und immer wieder auftreten. Die Ursachen für Aphthen sind weitgehend unklar, ähnlich wie bei der Herpes-Erkrankung wird aber auch hier ein Zusammenhang mit Stress und einem geschwächten Immunsystem vermutet.

Leukoplakien
Leukoplakien sind weißliche, fleckenartige Veränderungen im Schleimhautgewebe, die unter anderem durch starken Nikotin- und Alkoholkonsum oder mechanische Reize verursacht werden können. Sie sind zwar oft harmlos und schmerzen nicht, gelten aber als mögliche Vorstufe eines Mundhöhlentumors. Deshalb sollten Leukoplakien behandelt und zudem regelmäßig überprüft werden.

Mundsoor
Als Mundsoor wird eine Infektion des Mund-Rachenbereichs mit Hefepilzen der Familie Candida bezeichnet. Bei einer Schwächung des Immunsystems, beispielsweise durch die lange Einnahme von Antibiotika, können sie sich massiv vermehren und bilden einen gelb-weißlichen Belag auf den Mundschleimhäuten.

Lichen ruber
Lichen ruber ist eine chronische, nicht ansteckende Krankheit, die die Haut und die Schleimhäute befällt. Auf der Mundschleimhaut tritt sie in Form von roten, stark juckenden Papeln („Knötchenflechte“) oder weißlichen Streifen in Erscheinung. Ihre Ursachen sind noch weitgehend unbekannt. Eine frühzeitige Erkennung und Behandlung ist wichtig, da es bis zu einem Jahr dauern kann, bis die Symptome abklingen.

Tumoren
Tumoren sind Wucherungen, also Gewebeveränderungen, die gutartig oder bösartig sein können. Bei bösartigen (malignen) Tumoren, die im und am gesamten Mundraum auftreten können, liegt die Gefahr vor allem darin, dass sie spät entdeckt werden. Oftmals fallen sie erst auf, wenn sie als Fremdkörper im Mund fühlbar werden oder Blutungen, Schmerzen oder Schluckbeschwerden auslösen. Rauchen, regelmäßiger Alkoholgenuss, eine schlechte Mundhygiene und mechanische Reizungen, beispielsweise durch schlecht passenden Zahnersatz, erhöhen das Risiko einer Erkrankung. Werden Tumoren rechtzeitig erkannt und entfernt, sind die Heilungschancen in aller Regel gut.

Sie haben Fragen zu einer Mundschleimhauterkrankung? Wir sind gern für Sie da!

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