Kontakt
MKG - Facharztpraxis Dr. Dr. Pytlik

Winter 2017/18 – Kieferzysten: Ursachen und Behandlung

Kieferzysten sind mit Flüssigkeit gefüllte Hohlräume im Kieferknochen oder im Weichgewebe des Mundraums. Sie können beispielsweise nach einer Entzündung an der Zahnwurzelspitze oder infolge einer Parodontitis in den Zahnfleischtaschen entstehen. Auch im Kiefer verbliebene, nicht durchgebrochene Zähne (z. B. Weisheitszähne) können Zysten verursachen.

Oft lange unbemerkt

Oft wachsen Zysten über einen längeren Zeitraum unbemerkt und schmerzlos, sodass sie erst durch eine Röntgenaufnahme oder während eines oralchirurgischen Eingriffs diagnostiziert werden. Wenn sie weiterwachsen, können sie ab einer bestimmten Größe auf andere Gewebebereiche drücken und Schmerzen auslösen.

Zysten sind in aller Regel gutartig, sollten aber entfernt werden, da sie einen Entzündungsherd innerhalb des Mundes darstellen. Zudem können sie benachbartes Gewebe oder Nerven schädigen und je nach Größe sogar zu Verformungen des Kiefers führen.

Zystektomie oder Zystostomie?

Zystektomie: Entfernung der Zyste
Bei einer Zystektomie wird die Zyste aus dem Kieferbereich entnommen und die Wunde vernäht – für den Eingriff reicht meist eine örtliche Betäubung aus. Der entstandene Hohlraum schließt sich durch den natürlichen Heilungsprozess von selbst oder wird mit eigenem Knochen oder Ersatzmaterial aufgefüllt.

Zystostomie: Eröffnung der Zyste
Ist eine Zyste sehr groß oder liegt sie in der Nähe sensibler Gewebebereiche (zum Beispiel des Unterkiefernervs), ist oft eine Zystostomie empfehlenswert. Die Zyste wird geöffnet, um den Inhalt abfließen zu lassen. Dies verhindert ein weiteres Wachstum der Zyste und reduziert den Druck auf das umliegende Gewebe. Der Hohlraum schließt sich in aller Regel durch natürliche Heilungsprozesse.

Haben Sie Fragen zur den Behandlungsmöglichkeiten? Wir beantworten sie gern, sprechen Sie uns einfach an!

« Zurück