Kontakt
MKG - Facharztpraxis Dr. Dr. Pytlik

Zahngesunde Ernährung für Kinder

Neben der gründlichen Mundhygiene ist auch eine zahngesunde Ernährung zur Vermeidung von Zahnerkrankungen wie Karies wichtig. Dies gilt besonders für Milchzähne, denn sie sind anfälliger für Karies als die bleibenden Zähne.

Folgende Grundregeln haben sich bewährt:

Feste Nahrungsmittel

  • Für Säuglinge und Kleinkinder gilt dasselbe wie für Erwachsene: Zu viel und vor allem ein zu häufiger Genuss von Süßigkeiten und zuckerhaltigen Lebensmitteln ist schädlich für die Zahngesundheit.
  • Honig enthält übrigens auch viel Zucker und schädigt daher ebenfalls die Zähne. 
  • Achten Sie darauf, dass Ihr Kind nicht den ganzen Tag Süßigkeiten ist oder süße Getränke trinkt. Für die Zähne ist es besser, mehrere Stückchen Schokolade oder ein ganzes Glas Limonade auf einmal zu sich zu nehmen, statt häufig ein kleines bisschen davon. Die permanente Zuckerzufuhr schädigt mehr als das einmalige Essen oder Trinken derselben Menge.
  • Lebensmitteln, die die Zähne und den Kauapparat kräftigen und damit zum guten Wachstum beitragen, zählen zum Beispiel Gemüseschnitzel und Vollkornprodukte.
  • Allgemein sollten Sie bei Ihrem Kind viel Wert auf eine vollwertige Kost legen, die viel Kalzium, Vitamin D und Phosphor enthält. Diese Bestandteile dienen dazu, Zähne und Knochen aufzubauen und zu erhalten. Sie finden sich vor allem in Obst, frischem Gemüse, Vollkornprodukten, Milch, Fleisch und Fisch.
  • Um Ihren Kindern den Heißhunger auf Süßes zwischen den Mahlzeiten zu nehmen, können Sie zusätzliche kleine Essenszeiten mit zahngesunden Lebensmitteln einplanen. Geben Sie Ihrem Kind Obst (zum Beispiel Apfelschnitzel) oder Gemüse (Paprikastreifen, Gurken- und Karottenstückchen usw.) in mundgerechten Häppchen. Quark eignet sich dabei gut als Dip.
  • Müsliriegel, Müsli, Vollkorn-Cornflakes und Co. enthalten neben Vollkornflocken meist auch viel Zucker. Achten Sie beim Kauf auf zuckerarme Produkte oder stellen Sie einmal selbst Müsliriegel her, die wenig oder gar keinen zusätzlichen Zucker enthalten.
  • Neben Zucker sind auch andere leicht verwertbare Kohlenhydrate eine willkommene Nahrung für Kariesbakterien. Sie sind zum Beispiel in Chips und Backwaren wie hellen Brot- und Brötchensorten sowie Gebäck enthalten.
  • Es gibt spezielle Süßigkeiten, die Zuckerersatzstoffe anstelle von Zucker enthalten und daher zahnfreundlicher sind. Diese erkennen Sie am „Zahnmännchen“, einem roten Zeichen mit weißem Zahn und Regenschirm.

Getränke

  • Gesüßte Getränke in der Nuckelflasche sind für die Zahngesundheit Ihres Kind zahnschädlich. Geben Sie Ihrem Kind ungesüßte Kräutertees oder Wasser zu trinken. Achten Sie auch bei gekauften Produkten wie Fertigtees darauf, dass sie zuckerfrei sind. Früher gab es viele Fälle einer „Babyteekaries“ (auch „Zuckerteekaries“ oder „Nuckelflaschenkaries“). Nachdem vor einigen Jahren entsprechende Empfehlungen ausgesprochen wurden, enthalten Babytees heute viel weniger oder gar keinen Zucker mehr.
  • Auch das ständige Nuckeln von zuckerfreien Getränken kann Karies hervorrufen. Durch die andauernde Flüssigkeitszufuhr wird der Speichel im Mund immer wieder verdünnt. Speichel hat aber durch die in ihm enthaltenen Mineralstoffe eine Schutzfunktion für Zähne. Nutzen Sie die Nuckelfalsche also am besten nicht im Dauereinsatz. Geben Sie Ihrem Kind nur dann zu trinken, wenn es durstig ist.
  • Nicht empfehlenswert ist außerdem der ständige Verzehr von natürlichen Fruchtsäften. Sie sind zwar gesund, enthalten aber fruchteigenen Zucker und Fruchtsäure, die den Zahnschmelz angreifen können. Fruchteigener Zucker ist übrigens auch dann enthalten, wenn das Etikett erklärt, dass ein Fruchtsaft keine Zuckerzusätze enthält.
  • Der Zuckergehalt ist auch eine Frage der Gewöhnung. Hat sich Ihr Kind bereits an gesüßte Getränke gewöhnt, wenden Sie einen Trick an: Verdünnen Sie den Saft nach und nach mit einer immer größeren Menge Wasser.