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MKG - Facharztpraxis Dr. Dr. Pytlik

Was sind Inlays und Onlays?

Welche Art der Füllung eingesetzt und welches Material dafür genutzt wird, hängt vor allem davon ab, wie groß die Schädigung im Zahn ist, welcher Bereich der natürlichen Zahnkrone (z. B. die Kaufläche oder der Zahnhals) betroffen ist oder um welchen Zahn es sich generell handelt.

Starre Füllungen in Form von Inlays oder Onlays kommen bei mittleren bis größeren Kariesschädigungen der Backenzähne zum Einsatz.

Inlays („Einlagefüllungen“)

Der Begriff „Inlay“ stammt aus dem Englischen und bedeutet so viel wie „Einlage“, daher auch der alternative Name „Einlagefüllungen“.

Grafik mit drei verschiedenen Inlay-Typen

Sie werden, nachdem die kariöse Zahnsubstanz entfernt wurde, in ihrer Form genau der Zahnform angepasst und als „starre“ Füllung hergestellt. Nach der Fertigstellung werden sie in derselben oder einer weiteren Sitzung in den Zahn eingefügt. Dazu wird ein flüssiger Kunststoff oder ein spezieller Zahnzement verwendet. Als Materialien für Inlays stehen Keramik, Goldlegierungen und Kunststoff (Komposit) zur Verfügung.

Qualitätskriterien

Eine genaue Anpassung an die Form des Zahnes, die Feinabstimmung auf den individuellen Biss sowie die Verträglichkeit und Haltbarkeit des Materials sind entscheidende Faktoren für die Qualität von Inlays. Wichtig für eine hohe Lebensdauer ist außerdem eine sorgfältige Zahnpflege des Patienten.

Onlays (Auflage- oder Kuppelfüllungen)

Illustration eines Onlays

Onlays (englisch für „Auflage“) werden verwendet, wenn bei Backenzähnen neben der Kaufläche auch ein oder mehrere Zahnhöcker von Karies betroffen sind und wieder aufgebaut (rekonstruiert) werden. Weil sie über einen oder mehrere Höcker reichen, werden sie auch als „Kuppelfüllungen“ bezeichnet. Hergestellt werden Onlays prinzipiell wie Inlays.

Der Übergang von Onlays zu Teilkronen (die ebenfalls Zahnhöcker mit abdecken, jedoch nicht zu Füllungen gehören), ist „fließend“.

Der Unterschied zu weichen (plastischen) Füllungen

Im Gegensatz zu Inlays sind plastische Füllungen bei der Verarbeitung zunächst weich und formbar („plastisch“). Sie werden direkt in der Zahnarztpraxis in das „Loch im Zahn“ eingefüllt und härten im Zahn aus. Sie kommen in Frage, wenn der kariöse Bereich und damit das ausgebohrte „Loch“ im Zahn eher klein bis mittelgroß ist.